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17.03.2013

Wasserrettungseinsatz am Weserkai (17.03.2013)

Einsatzstichwort: Wasserrettung - PKW in Weser, Person im Fahrzeug
Einsatzort: Weserkai, Holzminden
Funkkreise: Hilfe 1, Boot-Schleife (digital)
Fahrzeuge: LF 20/16, ELW 2, MTW m. FwA-MZB, RW 2
Eingesetzte Kräfte: 25 (nur Ortsfeuerwehr Holzminden; insgesamt rd. 70)
Alarmzeit: 13:51 Uhr

Bericht:
Am späten Sonntagmittag wurde die Ortsfeuerwehr Holzminden mit dem Stichwort "Wasserrettung" an den Holzmindener Weserkai alarmiert. Laut Meldung der Leitstelle sollte ein Fahrzeug in die Weser gestürzt sein, in dem sich noch eine Person befand. Sofort werden die Feuerwehr Holzminden sowie Rettungsdienst, THW und DLRG alarmiert und eilen zur Einsatzstelle.

Wie sich später herausstellte hatte die Fahrerin ihren PKW wie viele andere Besucher des in der Innenstadt stattfindenden Kükenfestes am Weserkai abstellen wollen. Vermutlich ein Fahrfehler hatte dazu geführt, dass sie die Kaimauer überfahren hatte und mit ihrem Fahrzeug rund zwei Meter tief in die rund zwei Grad kalte Weser gestürzt war.

Glücklicherweise waren aufgrund des Treibens in der Innenstadt sofort Ersthelfer zur Stelle. Dennoch gelang erst nach etlichen Metern die Befreiung der Fahrerin aus dem sofort stromabwärts treibenden und allmählich sinkenden Fahrzeug. Hier bewährte sich auch der am Weserkai stationär vorgehaltene Rettungsring. Die Fahrerin wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Die erste Erkundung der eintreffenden Einsatzkräfte ergab, dass sich außer der glücklicherweise schon befreiten Person keine weiteren Insassen in dem Fahrzeug befunden hatten. Der Wagen war bereits rund 500 Meter weit abgetrieben und knapp unterhalb des Kornsilos bereits im Sinken begriffen.

Parallel zu den ersten Maßnahmen am Weserkai wurden sofort die Einsatzboote von Feuerwehr, DLRG und THW an geeigneten Slipstellen zu Wasser gebracht. Mehrere Einsatztaucher der DLRG-Einsatztaucherstaffel rüsteten sich aus.

Nachdem klar war, dass keine weiteren Personen in Gefahr waren, galt es durch Bergung des PKW dessen unkontrolliertes Abtreiben und damit eine Gefährdung für Umwelt und Schifffahrt zu verhindern. Einsatztaucher der DLRG durchsuchten daher das Gewässer und konnten wenig später das Fahrzeug finden.

Der Rüstwagen wurde am Weserufer so in Stellung gebracht, dass ein Anschlagen und damit Sichern des PKW mit der Seilwinde möglich war. Mit Unterstützung bzw. Sicherung von drei Booten wurden die Einsatztaucher eingesetzt um das Windenseil des RW mit Hilfe von Bandschlingen und Drahtseilen am PKW anzuschlagen.

Aufgrund der starken Strömung und der geringen Wassertemperaturen gestaltete sich dies extrem kräftezehrend, sodass mehrere Versuche unternommen werden mussten und die Taucher sich mehrfach gegenseitig ablösten. Schließlich gelang es das Fahrzeug zu sichern und mit der Seilwinde des Rüstwagens ans Ufer zu ziehen.

Um die letzte Steigung zu überwinden, kamen schließlich die Seilwinden des RW sowie des Gerätekraftwagens GKW 1 des THW parallel zum Einsatz. Nachdem ein Abschleppunternehmen das Unfallfahrzeug abtransportiert hatte, war der Einsatz unter der Leitung von Ortsbrandmeister Michael Nolte nach mehr als vier Stunden beendet.

 

Weitere eingesetzte Einheiten:

  • Rettungsdienst Landkreis Holzminden
  • Johanniter-Unfallhilfe Holzminden
  • DLRG Holzminden
  • THW-Ortsverband Holzminden
  • DLRG Bodenwerder
  • Polizei

Kategorie: Einsätze-Fw-Holzminden
Von: J. Drescher/J. Schwingel; Fotos: J. Drescher