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06.09.2015

Kellerbrand in der Altstadt – mehrere Personen gerettet (06.09.2015)

Einsatzstichwort: FEU Keller
Einsatzmeldung:
Einsatzort:
Mittlere Straße, Holzminden
Alarmierte Schleifen: Mittelschleife Brand Holzminden
Fahrzeuge: LF 20/16, DLK 23/12, HLF 20/16, ELW, TLF 24/50, SW 1000, TSF, MTW, KdoW
Eingesetzte Kräfte: 50
Alarmzeit: 17:35 Uhr

Bericht:
Am frühen Sonntagabend wurde der Leistelle in Hameln ein Kellerbrand in Holzmindens sensibler Altstadt gemeldet. Ein Bewohner des Wohn- und Geschäftshauses kam gerade von einem Spaziergang zurück, als dieser starke Rauchentwicklung und Brandgeruch feststellte. Nach dem Absetzen des Notrufes unternahm der Mann noch erste Löschversuche und brachte sich anschließend in Sicherheit.

Vom ersteintreffenden LF 20/16 ging sofort ein Atemschutztrupp in den Heizungskeller vor und konnte den Brand mit einem C-Rohr unter Kontrolle bringen. Diese Einsatzmaßnahme wurde durch einen weiteren Atemschutztrupp vom HLF 20/16 unterstützt. Parallel konnten sechs Personen, darunter vier Kinder, durch den Einsatz mehrerer Steckleiterteile aus den überliegenden Etagen gerettet und zur Erstuntersuchung an den Rettungsdienst übergeben werden. Dieser war mit zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort. Weiterhin wurden zwei Hunde gerettet.

Schnell gaben die eingesetzten Atemschutztrupps durch, dass der Brand erfolgreich bekämpft wurde. Die übrigen Fahrzeuge waren unterdessen in Bereitstellung geblieben. Vorsorglich war von mehreren Hydranten eine Wasserversorgung aufgebaut worden.

Die in Mitleidenschaft gezogenen Gegenstände sowie der entstandene Brandschutt wurden aus dem Kellergeschoss geräumt und die Räumlichkeiten unter dem Einsatz zweier Hochleistungslüfter belüftet, hierunter auch das im Gebäude liegende Geschäft, welches nicht von dem entstandenen Brandrauch verschont blieb. Insgesamt wurden vier Trupps unter schwerem Atemschutz eingesetzt, entsprechende Reservetrupps standen permanent bereit. 

Einsatzleiter Tobias Hauske veranlasste außerdem die Durchführung verschiedener Messungen, da von dem entfernten Brandschutt ein leichter Geruch nach Ammoniak ausging. Hierzu kam ein Trupp mit Filtergeräten zum Einsatz. Dieser Verdacht bestätigte sich glücklicherweise nicht. Die ebenfalls alarmierten Stadtwerke stellten den Gasanschluss des Wohn- und Geschäftshauses ab, da unklar war, welche Versorgungsleitungen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Die Einsatzstelle konnte nach rund zweieinhalb Stunden an die anwesenden Beamten der Polizei Holzminden übergeben werden, welche nun die weiteren Ermittlungen zur Brandursache einleiten wird. Die eingesetzten Einsatzkräfte rückten zum Gerätehaus in der Wallstraße ein, wo anschließend alle eingesetzten Gerätschaften instandgesetzt und kontrolliert wurden und somit die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wiederhergestellt wurde.

Kategorie: Einsätze-Fw-Holzminden
Von: J. Drescher
Fotos: Feuerwehr/J. Drescher/M. Stahlmann/D. Kumlehn