Großangelegte Alarmübung an den Berufsbildenden Schulen (05.07.2014)
Einsatzstichwort: Brandmeldeanlage
Einsatzmeldung: -
Einsatzort: Von-Langen-Allee, Holzminden
Alarmierte Schleifen: Mittelschleife Brand Holzminden, Großschleife Holzminden
Fahrzeuge: LF 20/16, DLK 23/12, ELW, HLF 20/16, LF 16-TS, TLF 24/50, RW 2
Eingesetzte Kräfte: 63
Alarmzeit: 9:36 Uhr
Bericht:
Mit dem Stichwort "Brandmeldeanlage" wurde der 1. Zug der Ortsfeuerwehr Holzminden zu den Berufsbildenden Schulen in Holzminden gerufen. Vor Ort konnten eine Explosion mit anschließendem Feuer im Küchenbereich mit mehreren verletzten bzw. vermissten Personen, ein Containerbrand sowie ein dadurch verunglückter PKW festgestellt werden.
Bei dem Szenario handelte es sich zum Glück nicht um einen Realeinsatz, sondern eine gut ausgearbeitete und sehr realistisch dargestellte Alarmübung, die seit mehreren Monaten geplant und am Übungstag seit 7 Uhr morgens aufgebaut worden war. Auf dem Hof lagen Trümmer und "herausgedrückte" Fenster, die Opfer waren sehr realistisch geschminkt.
Aufgrund der Lage ließ Einsatzleiter Michael Nolte sofort die Alarmstufe erhöhen und somit Vollalarm für die Ortsfeuerwehr Holzminden geben. Außerdem wurde die Einsatzstelle in zwei Abschnitte eingeteilt und eine Funkkanaltrennung durchgeführt.
Im Abschnitt 1 wurde vom LF 20/16 und der Drehleiter eine umfassende Menschenrettung und anschließende Brandbekämpfung am und im Gebäude eingeleitet. Hier kamen mehrere Atemschutztrupps, auch über eine Steckleiter, zum Einsatz. Außerdem wurde durch speziell qualifizierte Feuerwehrkräfte eine Verletztensammelsetelle eingerichtet. Das LF 16-TS baute eine Wasserversorgung auf und unterstützte bei der Brandbekämpfung.
Im Abschnitt 2 begann das HLF 20/16 sofort nach Eintreffen mit der Rettung der schwer verletzten Person aus dem PKW. Diese musste aufgrund einer Pfählungsverletzung sehr aufwändig und vorsichtig befreit werden. Hier unterstützte auch die Besatzung des Rüstwagens. Auch in diesem Abschnitt musste ein Atemschutzeinsatz im Innen- und Außenangriff durchgeführt werden.
Trotz der Sommerhitze kamen die insgesamt neun Trupps unter Atemschutz teilweise mehrfach zum Einsatz. Ein Kamerad, der nicht als Atemschutzgeräteträger tätig war, erlitt aufgrund der hohen Temperaturen Kreislaufprobleme und musste vom Rettungsdienst ins Krankenhaus transportiert werden.
Ein eingespielter Atemschutznotfall wurde zum Ende der Übung mit vereinten Kräften aus beiden Einsatzabschnitten abgearbeitet. Zur realistischen Darstellung war in der Nähe des "verletzten" Atemschutzgeräteträgers ein echtes Feuer entzündet worden.
Nach eineinhalb Stunden war die sehr anspruchsvolle Übung beendet und es konnte zur Stärkung ein vorbereiteter Imbiss gereicht werden. Stadtbrandmeister Manfred Stahlmann und Einsatzleiter Michael Nolte bedankten sich bei den Kameradinnen und Kameraden für die Leistung bei der Übung und bescheinigten trotz der Lage eine ruhige und zielstrebige Vorgehensweise.
Stahlmann dankte außerdem den Vorbereitern, der Berufsschule für die Zurverfügungstellung des Objekts, der Johaniter-Unfall-Hilfe für die realistische Verletztendarstellung und der Ortsfeuerwehr Polle für die zahlreichen Verletztendarsteller. Auch der Rektor der Berufsbildenden Schule, Herr Hölzchen, dankte den Einsatzkräften für die ehrenamtliche Tätigkeit und zeigte sich beeindruckt von der Übung.
Kategorie: Einsätze-Fw-HolzmindenVon: T. Stahlmann; Fotos: R. Knocke
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