Nachbarschaftliche Löschhilfe: Brennen Rundballen in Arholzen (23.07.2018)
Einsatzstichwort: FEU Mittel
Einsatzmeldung: brennende Strohmiete, Nachalarm, TLF erforderlich
Einsatzort: K56, Arholzen - Schorborn
Alarmierte Schleifen: TLF-Schleife
Fahrzeuge: TLF 24/50, LF 20/16
Eingesetzte Kräfte: 9
Alarmzeit: 23:19 Uhr
Bericht:
Am späten Montagabend gerieten auf einem abgeernteten Feld an der Kreisstraße 56 zwischen Arholzen und Schorborn knapp 90 gestapelte Rundballen aus bislang ungeklärter Ursache in Brand und sorgten so für einen Alarm der örtlichen Feuerwehren. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte brannte die Strohmiete bereits in voller Ausdehnung. Der Feuerschein war für viele Einsatzkräfte bereits auf der Anfahrt weithin sichtbar.
Im ersten Zuge wurde die Brandstelle umfahren, um mittels "Pump and Roll"-Betrieb die Ausbreitung zu stoppen. Mit diesem Verfahren kann ein Flächenbrand abgelöscht werden, indem das Fahrzeug während langsamer Fahrt Wasser fördert und abgibt.
Da die Einsatzstelle auf einem abgelegenen Feld lag, entschied die Einsatzleitung neben weiteren Tanklöschfahrzeugen der Umgebung, auch das TLF 24/50 der Feuerwehr Holzminden zur Unterstützung anzufordern. Daraufhin wurden in Holzminden sowohl TLF, als auch LF 20/16 besetzt. Etwa 20 Minuten später standen beide Fahrzeuge an der Einsatzstelle bereit.
Von der brennenden Strohmiete ging eine große Hitzestrahlung aus, sodass sich die Einsatzleitung dazu entschied, das Holzmindener Tanklöschfahrzeug auf dem Feld in Stellung zu bringen und das Feuer mit dem vorhandenen Dachmonitor zu bekämpfen. Ziel hierbei war auch, das gepresste Stroh aufzuwirbeln, da aufgrund der Hitze der Einsatz eines Radladers, der das Brandgut hätte auseinanderziehen können, nicht möglich war.
Um die Ausbreitung des Feuers zu verhindern, arbeitete ein örtlicher Landwirt mit seinem Trecker samt Grubber eine Schneise in das Stoppelfeld. Hinter dieser Schneise wurde nun der Brand vom Dachmonitor des Tanklöschfahrzeuges bekämpft. Wasser erhielten die Holzmindener vom Stadtoldendorfer HLF, welches als Puffer im eingerichteten Pendelverkehr diente. Die Wasserversorgung wurde zunächst aus Arholzen, später dann aus Schorborn sichergestellt.
Nach der Abgabe von mehreren tausend Litern Wasser war die Temperatur soweit gesunken, dass der Einsatz eines Radladers möglich wurde. Die Firma VG Orth stellte ein großes Fahrzeug zur Verfügung, mit dem das Brandgut auseinandergezogen wurde, um einen besseren Löscherfolg zu erzielen. Auch ein Güllefass mit 10.000 Liter Fassungsvermögen eines Landwirtes aus Deensen kam zum Einsatz.
Um die Löschwirkung zu erhöhen, wurde im weiteren Einsatzverlauf auf den Dachmonitor des Tanklöschfahrzeuges verzichtet. Da das Holzmindener LF 20/16 über eine Druckzumischanlage verfügt, wurde dies aus dem Pendelverkehr entnommen und nun gemeinsam mit den bereits arbeitenden Kräften in die Brandbekämpfung eingebunden. Es wurde ein Löschangriff mit drei Strahlrohren aufgebaut und das auseinandergetragene Stroh unter Netzmittelzugabe abgelöscht.
Nach gut dreieinhalb Stunden war der Brand soweit gelöscht, dass die Holzmindener Kräfte aus dem Einsatz entlassen werden konnten. Eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr Arholzen wurde bis in die frühen Morgenstunden gestellt. Inklusive Rückweg und Nachbereitung am Gerätehaus Wallstraße, endete der Einsatz der Feuerwehr Holzminden nach rund vier Stunden am Gerätehaus in der Wallstraße.
Kategorie: Einsätze-Fw-HolzmindenVon: G. Hartmann; Fotos: G. Hartmann












































