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25.08.2017

Großübung: Unfall mit Personenzug im Bereich Bevern (25.08.2017)

Einsatzstichwort: VU Alarm Bahnunfall mit Menschengefahr
Einsatzmeldung: Höhe alte Blockstelle: Personenzug entgleist, mehrere Verletzte
Einsatzort: DB Strecke 1940 / KM 145, Bevern
Alarmierte Schleifen: RW-Schleife, Mittelschleife TH
Fahrzeuge: RW, MTW-EL, HLF 20/16, TLF 24/50, LF 16-TS, WLF m. AB-Sondergeräte
Eingesetzte Kräfte: 33 (Holzminden); 230 (Gesamt)
Alarmzeit: 22:24 Uhr / 22:47 Uhr

Bericht:
Am späten Abend des 25. August löste die Leitstelle die Sonder-Schleife für den Rüstwagen sowie im weiteren Verlauf die Mittelschleife zur Technischen Hilfe aus und alarmierte die betroffenen Einsatzkräfte in das benachbarte Bevern. An dem hier vorbeiführenden eingleisigen Streckenabschnitt der Deutschen Bahn sollte es zu einem Unfall mit einem Personenzug gekommen sein, mehrere Personen wurden als betroffen beziehungsweise als verletzt gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt wussten die alarmierten Einsatzkräfte nicht, das dieses der Beginn einer großangelegten Übungssituation war.

Durch die Einsatzleitung der Ortsfeuerwehr Bevern wurde den anrückenden Einsatzkräften bereits über Funk die ersten Informationen mitgeteilt, sodass die jeweiligen Fahrzeuge taktisch klug den betroffenen Streckenabschnitt anfahren konnten. Den Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr Holzminden wurde der Einsatzabschnitt "Erstversorgung und Menschenrettung im Zug" zugeteilt, sie wurden durch die Besatzung des TLF 16/25 der Ortsfeuerwehr Bevern sowie durch das Technische Hilfswerk aus Holzminden unterstützt.

Die Einsatzkräfte des Rüstwagens und des LF 16-TS leuchteten gemeinsam mit dem TLF 16/25 der Ortsfeuerwehr Bevern sowie dem Lichtmast-Anhänger des Technischen Hilfswerks den zugeteilten Einsatzabschnitt um den betroffenen Personenzug aus. Da die Einsatzkräfte eine Zugangsmöglichkeit zu diesem schaffen mussten, wurden parallel zwei Zuwege mittels Steckleiterteilen geschaffen, um eine steile Böschung gesichert überwinden zu können. Auch der Brandschutz wurde sichergestellt.

Alle angenommenen Betroffenen und Verletzten im verunfallten Personenzug wurden durch die Einsatzkräfte erstversorgt sowie durch Personal des Rettungsdienstes gesichtet, bevor sie beispielweise mit Schleifkorb- oder Krankentragen aus dem Zug verbracht und mittels bereitstehender Schienenrollwagen über die Gleise zum etwa 300 Meter entfernten Verletztensammelplatz gefahren wurden. Ein solcher Schienenrollwagen wurde unteranderem aus der auf dem Rüstwagen mitgeführten LKW-Rettungsplattform und den ebenfalls verlasteten Schienenrollen erstellt.

Um Mitternacht konnte der Einsatzabschnittsleiter, Holzmindens Ortsbrandmeister Michael Nolte, den Personenzug als komplett geräumt vermelden. Nach dem Rückbau aller eingesetzten Gerätschaften, wurden alle Übungsteilnehmer durch die Versorgungseinheit der Kreisfeuerwehr Holzminden mit einer warmen Mahlzeit versorgt.

Neben den Einsatzkräften zahlreicher Feuerwehren waren unter anderem die Polizei Holzminden, verschiedene Hilfsorganisationen aus dem Bereich des Rettungsdienstes der Landkreise Holzminden, Hameln und dem nordrhein-westfälischen Höxter sowie Bereitschaftsdienste der Deutschen Bahn und des betroffenen privaten Eisenbahnverkehrsunternehmens vor Ort.

Kategorie: Einsätze-Fw-Holzminden
Von: J. Drescher
fotos: P. Reck/D. Kumlehn/K. Reim