Sie sind hier: Startseite. » Holzminden. » Einsätze.
12.07.2013

Tödlicher Verkehrsunfall auf der B 64 (12.07.2013)

Einsatzstichwort: Eingeklemmte Person
Einsatzmeldung: Verkehrsunfall
Einsatzort: B 64 Ortsumgehung Bevern/Höhe Allersheim, Holzminden
Alarmierte Schleifen: Mittelschleife TH
Fahrzeuge: LF 20/16, RW 2, ELW, LF 16-TS, TLF 24/50, HLF 20/16, MTW, DLK 23/12
Eingesetzte Kräfte: 29
Alarmzeit: 10:47 Uhr

Bericht:
Am späten Freitagvormittag kam es auf der Bundesstraße 64 in Höhe Allersheim zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem LKW, bei dem eine Person noch an der Unfallstelle verstarb und eine weitere leichtverletzt durch den Rettungsdienst abtransportiert werden konnte. Dieser Unfall führte zum Einsatz des zweiten Zuges der Feuerwehr Holzminden, welcher durch die Leistelle in Hameln zur Einsatzstelle alarmiert wurde.

Aus bisher ungeklärter Ursache war der Fahrer eines Opel Astra, welcher alleine mit seinem Fahrzeug aus Holzminden kommend unterwegs war, auf der dreispurigen Straße auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal mit einem entgegenkommenden 40-Tonner-Sattelzug kollidiert. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls in den Graben geschleudert und kam dort zum stehen. Der PKW wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt, schleuderte rund 25 Meter weit zurück und blieb anschließend am Fahrbahnrand stehen.

Bei dem Zusammenstoß erlitt der Fahrer des PKW schwerste lebensgefährliche Verletzungen und wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Aufgrund des Verletzungsmusters führte die Feuerwehr, nach Abstimmung mit dem Notarzt, eine sogenannte "Crashrettung" durch. Hiermit ist eine sofortige Rettung aus dem verunfallten Fahrzeug gemeint, welche unter Inkaufnahme möglicher weiterer Verletzungen durchgeführt wird, die zur Rettung des Lebens des Patienten akzeptiert werden.

Jedoch verstarb der PKW-Fahrer aufgrund seiner schwerwiegenden Verletzungen während der sofort eingeleiteten Befreiungsmaßnahmen, sodass er nur noch tot geborgen werden konnte. Bei den Bergungsmaßnahmen wurde der hydraulische Rettungssatz des Rüstwagens eingesetzt und der verunfallte PKW aufgespreizt.

Zeitgleich traf der Rettungshubschrauber Christoph 44 aus Göttingen an der Einsatzstelle ein, welcher von den Einsatzkräften des Rettungsdienstes mitalarmiert wurde. Er konnte sich wenig später unverrichteter Dinge wieder auf den Weg zum Hubschrauberstandort machen.

Der Fahrer des Sattelzuges wurde vom Rettungsdienst mit leichten Verletzungen aus seinem Fahrzeug befreit und mit einem schweren Schock in ein Krankenhaus gebracht. Die Einsatzleitung ließ einen Notfallseelsorger zur Einsatzstelle alarmieren. 

Aufgrund ausgelaufener Betriebsstoffe an beiden Fahrzeugen wurde auch die untere Wasserbehörde informiert, welche wenig später an der Einsatzstelle eintraf.

Noch während des Einsatzes nahm die Polizei die Ermittlungen zum Unfallhergang auf, diese Maßnahmen wurden durch die Nachbesetzung der Drehleiter unterstützt. Aus dem Drehleiterkorb konnten die Ermittler aus der Luft einen Überblick über die Einsatzstelle bekommen.

Während des Einsatzes, der Unfallaufnahme sowie der anschließenden Bergung der beiden Unfallfahrzeuge war die Umgehungsstraße zwischen der Auffahrt Holzminden/Allersheim und dem Anschluss Lobach komplett für den Verkehr gesperrt, wodurch es zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen kam. Erst nach mehr als vier Stunden war der Einsatz für die Kräfte der Feuerwehr beendet.

Kategorie: Einsätze-Fw-Holzminden
Von: J. Schwingel/J. Drescher
Fotos: M. Breyer/H. Kleinod