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08.08.2026

Internationale Freundschaft kennt keine Grenzen (01.-08.08.2026)

Jugendfeuerwehren erleben abwechslungsreiches Zeltlager in Fürstenfeld

Beim internationalen Zeltlager in Fürstenfeld (Steiermark, Österreich) zeigte sich einmal mehr, dass Freundschaft keine Grenzen kennt. Bereits seit 1968 ist die Freiwillige Feuerwehr Fürstenfeld Partnerfeuerwehr der Ortsfeuerwehr Holzminden. Seitdem gab es zahlreiche gegenseitige Besuche und gemeinsame Zeltlager des Feuerwehrnachwuchses. Über die Jahre sind daraus Freundschaften entstanden, die bis heute gepflegt und von der nächsten Generation weitergelebt werden.

Genau an dieser langjährigen Verbundenheit knüpft auch das diesjährige Zeltlager an. Die Feuerwehr Fürstenfeld lud ihre vier Partnerfeuerwehren zu einer gemeinsamen Woche nach Fürstenfeld ein. Jugendliche aus Aindling in Deutschland, Zug in der Schweiz, Krapina in Kroatien und Holzminden folgten der Einladung gemeinsam mit ihrem Betreuerteam und verbrachten gemeinsam mit ihren Gastgebern eine erlebnisreiche Zeit. Insgesamt nahmen 20 Jugendliche sowie 15 Betreuerinnen und Betreuer der Jugendfeuerwehr und des Spielmannszuges aus der Ortsfeuerwehr Holzminden an dem internationalen Treffen teil.

Mitten in der Nacht beginnt das Zeltlager

Während für die Jugendlichen das Zeltlager erst am Samstagabend begann, startete für das fünfköpfige Vorausteam die Reise bereits gegen 02:00 Uhr am Samstagmorgen. Mit einem Mannschaftstransportwagen (MTW) sowie einem vollbeladenen Anhänger, auf dem die für das Zeltlager benötigten Zelte verlastet waren, startete die Fahrt in das 950 Kilometer entfernte Fürstenfeld. Trotz vieler Staus und einer entsprechend langen Fahrzeit von rund 15 Stunden (Ebenso lange dauerte bereits die Fahrt des Vorausteams im Jahr 2015) war die Stimmung gut und das Team erreichte am Abend seinen Zielort. Dort angekommen, warteten bereits die ersten Aufgaben. Gemeinsam mit den Fürstenfelder Kameradinnen und Kameraden wurden die Zelte aufgebaut und die letzten Vorbereitungen für die Ankunft der Holzmindener Reisegruppe am nächsten Morgen getroffen.

Etwa zeitgleich trafen sich in Holzminden die mitfahrenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Spielmannszug und der Jugendfeuerwehr Holzminden am Feuerwehrhaus. Nach der Verabschiedung der Kinder durch ihre Eltern konnte Ortsbrandmeister Michael Nolte die Reisegruppe um 21:00 Uhr auf den Weg nach Fürstenfeld schicken.

Gegen 10:00 Uhr am nächsten Morgen erreichte die Busgemeinschaft schließlich Fürstenfeld. Die Freude über die Ankunft war groß. Vor Ort wurden die Jugendlichen sowie ihre Betreuerinnen und Betreuer herzlich von den Fürstenfelder Kameraden und dem Vorausteam empfangen. Nach dem Beziehen der Zelte und einem gemeinsamen Mittagessen startete das abwechslungsreiche Wochenprogramm.

Tag 1: Ankommen, kennenlernen und Feuerwehr in Österreich erleben

Nach und nach trafen die weiteren Teilnehmergruppen in Fürstenfeld ein. Der erste Tag stand dann ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens. Bei verschiedenen Kennenlernspielen kamen sowohl die Jugendlichen als auch die Erwachsenen aus den vier Nationen schnell miteinander ins Gespräch.

Anschließend erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Führung durch das Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeld spannende Einblicke in den Feuerwehralltag der Fürstenfelder Kameradinnen und Kameraden. Fahrzeuge, Technik und Räumlichkeiten konnten dabei genau unter die Lupe genommen werden. 

Am Abend folgte die offizielle Eröffnung des Zeltlagers. Kommandant Gerald Derkitsch, Ortsjugendbeauftragter Alexander Jeindl und Bürgermeister Franz Jost begrüßten die Freunde aus nah und fern und wünschten allen eine erlebnisreiche und schöne gemeinsame Zeit in Fürstenfeld.

Tag 2: Abkühlung im Wasser

Sommerliche Temperaturen von 35 °C bis 40 °C machten das Zeltlager zu einer echten Hitzeschlacht. Umso größer war die Freude über jede Gelegenheit, ins kühle Nass springen zu können. Hierzu standen auf dem Zeltplatz während der ganzen Woche zwei Pools zur Verfügung.

Der zweite Lagertag stand daher ganz im Zeichen des Wassers. Bei einer Kanufahrt auf der Feistritz konnten die Jugendlichen am Vormittag ihr Geschick auf dem Wasser unter Beweis stellen.

Nachmittags ging es dann ins größte Beckenfreibad Europas – das Freibad Fürstenfeld. Bei Temperaturen um die 40 °C war die Abkühlung im Wasser besonders wohltuend. Ob im Wasserbecken, auf der Wasserrutschen oder den Spielgeräten, kein Mitglied blieb diesen Nachmittag trocken.

Tag 3: Rettungszug, Flughafen und ein ganz besonderer Lagerabend

Den dritten Tag verbrachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur außerhalb ihres Lagerplatzes, sondern auch außerhalb von Fürstenfeld. Am Morgen machten sich die Lagerteilnehmerinnen und -teilnehmer mit zwei Bussen auf den Weg und besichtigten zunächst den Rettungszug des Koralmtunnels. Vor Ort konnte der Rettungszug besichtigt werden und jeder hatte die Möglichkeit einmal selbst auf dem Sitz des Lokführers oder des Maschinisten Platz zu nehmen. Darüber hinaus wurde über die Aufgabengebiete und Einsatzzwecke des Zugs informiert.

Mittags wurde der internationale Flughafen in Graz besichtigt. Bei einer Flughafenführung konnten die Jugendlichen hautnah erleben, welche Stationen ein Passagier von der Abreise bis zur Ankunft durchläuft. Von der Gepäckaufgabe ging es durch die Sicherheitskontrollen und über das Rollfeld bis hin zur Gepäckausgabe. Dabei gewährte uns die Führung auch einen Blick hinter die Kulissen. So konnten Bereiche entdeckt werden, die Passagieren normalerweise verborgen bleiben, etwa ein Blick in die sonst verdeckte Gepäckverteilung oder der Besuch der Flughafenfeuerwehr. Ganz nebenbei konnten zahlreiche Flugzeuge bestaunt und auch einige Starts und Landungen beobachtet werden.

Am Abend wurde es auf dem Lagerplatz festlich. Bei dem offiziellen Lagerabend waren neben den Jugendlichen und ihren Betreuerinnen und Betreuern Sponsoren, Eltern und zahlreiche Ehrengäste geladen. Der Stadtpfarrer Alois Schlemmer hielt auf dem Lagerplatz eine Feldmesse ab. Im Anschluss hießen Kommandant Gerald Derkitsch und Ortsjugendbeauftragter Alexander Jeindl alle Gäste herzlich willkommen und bedankten sich für die großartige Unterstützung des Jugendlagers. Zugführer Daniel Gräsner überbrachte in Vertretung für die Ortsfeuerwehrführung die Grüße aus dem Weserbergland und übergab gemeinsam mit der Spielmannszugführerin Lisa Steinfelder und der Jugendfeuerwehrwartin Maria-Theresa Boin ein Gastgeschenk.

Der anschließende gemeinsame Grillabend bot Gelegenheit zum weiteren Austausch. Für staunende Gesichter sorgte zudem ein Heißluftballon, der am Abend einige Meter über dem Lagerplatz schwebte und einen traumhaften Rundumblick über den Zeltplatz und Fürstenfeld ermöglichte.

Tag 4: Bewegung, Mut und Teamgeist

Auch am vierten Tag wurde es nicht langweilig. Bei einer Wanderung durch den Motorikpark Fürstenfeld konnten die Jugendlichen die Stationen erkunden und die Natur genießen.  Nach einer weiteren Abkühlung im Freibad Fürstenfeld wartete mit dem Kletterpark ein echter Adrenalinschub. Hier konnten alle Feuerwehrbegeisterten ihren Mut an den zahlreichen Parcours und Kletterelementen unter Beweis stellen und meisterten zusammen die Hindernisse.  Am Abend wartete ein weiters Highlight auf die Jugendlichen. Christoph Kulmer begeisterte mit seiner Zaubershow Groß und Klein und verblüffte alle mit seinen unfassbaren Zaubertricks.

Tag 5: Zeit zum Durchatmen

Nach den zahlreichen Aktivitäten stand der vorletzte Lagertag ganz im Zeichen der Erholung. Beim Besuch der Therme in Loipersdorf konnten die Jugendlichen und ihre Betreuer entspannen, neue Energie tanken und die vergangenen Tage Revue passieren lassen. Für Action sorgten an diesem Tag die zahlreichen Rutschen und das Wellenbad.

Bevor der letzte Abend begann, hieß es für die Teilnehmer auch schon wieder Koffer packen. Spätestens jetzt war allen Teilnehmern klar, die Woche in Fürstenfeld war viel zu schnell vergangen. Der letzte Zeltlagerabend wurde in der Innenstadt von Fürstenfeld verbracht. Der lange Einkaufsdonnerstag lud alle Gäste zum Verweilen ein, denn die Innenstadt von Fürstenfeld verwandelte sich an diesem Abend in eine kulinarische Meile.

Tag 6: Freundschaften, die bleiben

Nach dem Frühstück begannen der Rückbau und das Verladen der Zelte sowie die Beladung des Reisebusses. Im Anschluss hieß es - nach einem schönen Zeltlager mit vielen einmaligen Erlebnissen - Abschied nehmen. Persönlich bedankte sich die Mitglieder des Spielmannszuges Holzminden und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Holzminden bei den Organisatoren für die Ausrichtung des Zeltlagers und die unvergesslichen Tage in Fürstenfeld. Allen Kameradinnen und Kameraden wird das Zeltlager in guter Erinnerung bleiben.

Gegen 12:00 Uhr machten sich die Holzmindener mit ihrem MTW und einem Reisebus auf den Rückweg nach Holzminden. Die Ankunft in Holzminden war erst weit nach Mitternacht. Was bleibt, sind viele schöne Eindrücke, neue Bekanntschaften und vor allem die Gewissheit, dass Freundschaften keine Grenzen kennen.

Die Ortsfeuerwehr Holzminden spricht ihren treuen Freunden in Fürstenfeld sowie allen Personen, welche diesen Austausch ermöglicht haben ganz besonderen Dank und hohe Anerkennung für diese hervorragende Jugendarbeit aus!

 

Siehe auch: Internationales Zeltlager in Österreich hat begonnen (01.-02.08.2026)

 

Kategorie: Jugendfeuerwehr-Holzminden
Von: M.-T. Boin; Fotos: Freiwillige Feuerwehr Holzminden